Reportage
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Wenn in den letzten Wochen in dieser Kolumne keine neuen Berichte erschienen sind, so lag das nicht daran, dass EM-live-technisch nichts Berichtenswertes passiert wäre - ganz im Gegenteil, es wurde regelmäßig und viel 'performt'. Leider sind dem Schreiber einige persönliche Dinge in die Quere gekommen, die die Prioritäten zwangsweise verschoben hatten.

Irgendwann wird der Drang dann aber zu groß, doch wieder einmal die geliebte Musik live zu erleben und auch vom Erlebten zu berichten. Und Martin Stürtzer, einem der fleißigsten und produktivstem Musiker in der EM/Ambient-Szene war es zu verdanken, dass dieses Bedürfnis sich noch vor den Feiertagen befriedigen ließ: Eine eher unauffällige Ankündigung auf Facebook, im Wuppertaler Autonomen Zentrum ein Set zu spielen. Das angekündigte Programm: Etwas Dub, etwas Ambient, und Tracks von seinem aktuellen Albums 'Aquatic Cosmos'.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
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In den letzten Monaten war Tangerine Dream fast ununterbrochen auf Tour - man könnte meinen, es soll alles nachgeholt werden, was in den zwei Jahren Pandemie nicht besucht werden konnte. Die immer noch zahlreichen Fans in aller Welt danken es mit vollen Häusern. Nach einer Tournee durch die Vereinigten Staaten konnten in diesem Herbst auch wieder einmal die deutschen Fans ihre Lieblings-Band live sehen, ohne dafür ins Ausland reisen zu müssen.

Zur aktuellen Besetzung gehört neben Thorsten Quaeschning und Hoshiko Yamane jetzt Paul Frick. Live gesehen hatte ich ihn zum ersten Mal 2019, auf dem Edgar Froese Memorial Event im Ballhaus Rixdorf in Berlin. Die Zusammenarbeit war offensichtlich so positiv, dass Paul seit 2020 festes Mitglied ist. Paul Frick ist ansonsten auch Teil des Trios 'Brand, Brauer, Frick', und auf dem letztjährigen, positiv angenommenen Studioalbum 'Raum' konnte man hören, in welche Richtung Tangerine Dream sich mit ihm entwickelt hat.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
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Unter den Awakenings-Events, die Phil Booth und Jez Creek mehrmals im Jahr veranstalten, sticht der 'All-Dayer' hervor. Dieser beginnt bereits am frühen Nachmittag und beinhaltet dementsprechend mehr Acts und Konzerte - trotz einer längeren Pause am Abend kommt man auf derer fünf und damit ähnlich viele wie bei E-Live oder dem Electronic Circus.

Ich war in diesem Jahr zwar schon einmal im Frühjahr in Rugeley gewesen, doch das für diesen All-Dayer angekündigte Lineup war so reizvoll, dass ich es nicht nur 'virtuell' erleben wollte. Mit Jah Buddha und Radio Massacre International gleich zwei Projekte, die ich zwar kannte, aber noch nie oder schon sehr lange nicht mehr live gesehen hatte. Dazu - wie meistens bei 'Awakenings' - mit 'A Collection of Notes' ein Musiker, der mir neu war. Dazu noch ein Peter Dekker, der mit seinen Auftritten und Veröffentlichungen in den letzten Jahren deutlich an Bekanntheit und Profil gewonnen hat, und der auch dafür bekannt ist, sich für jedes Konzert etwas spezielles auszudenken - das war mir die lange Anfahrt wert.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
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Eine Sache steht ohne Frage fest: E-Day und E-Live gehören seit Jahren zu den absoluten Highlights des EM-Jahres. Ron Boots gelingt es zweimal im Jahr, mit einem gut zusammengestellten Programm Fans aus den Niederlanden, Belgien, Deutschland, England und wahrscheinlich noch ein paar Ländern mehr anzulocken. Seit Jahren ist ein nahezu ausverkaufter Saal eher die Regel als die Ausnahme.

Nachdem mit dem CKE in Eindhoven eine neue Location gefunden wurde, die dauerhaft Heimstatt für beide Events sein kann, konnte Ron sich dieses Mal wieder ganz auf das Lineup konzentrieren. Was er in seinen ersten Facebook-Postings nur andeutete, entpuppte sich als ein kleine Sensation: Zum wiederholten Male konnte Ron Boots Johannes Schmoelling als Haupt-Act verpflichten. Johannes ist nicht unbedingt bekannt dafür, gerne und häufig live zu spielen, aber mit Ron als Gastgeber und Organisator scheint er sich wohl und sicher zu fühlen. Schon in 'De Enck' hatte Johannes mit 'Loom' zweimal für ein ausverkauftes Haus gesorgt. Der für E-Live 2023 angekündigte Solo-Auftritt sollte dies aber noch einmal toppen: Bereits einen Monat vorher ging das letzte Ticket über den virtuellen Ladentisch. Das dürfte ein neuer Rekord sein!
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
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Es ist an der Zeit, etwas nachzuholen, was ich schon einige Zeit vor mir herschiebe. Zwar habe ich schon einige Male auf Facebook kurz von Rike Casper und ihren Auftritten mit 'ZeitZuZeit' berichtet. Aber Postings in sozialen(?) Medien sind doch eher etwas Vergängliches, das irgendwann in den Tiefen einer Timeline verschwindet. Aber gerade die Kunst-Form, die Rike zusammen mit Bärbel Schulz entwickelt hat, verdient einen Bericht hier an dieser Stelle, wo sich dauerhaft finden und nachlesen lässt: Die Verbindung von Musik und Lyrik. Poetische Texte aus den verschiedensten Jahrhunderten werden mit eigens dazu komponierter Musik verschmolzen. Komplettiert wird das Musik-poetische Projekt aktuell von Birte Schuler, die Rikes elektronische Klänge akustisch auf dem Cello begleitet.

In diesem Jahr hat es schon die eine oder andere Aufführung dieser Kunst-Form gegeben, für die man sich die Wortschöpfung 'Müesie' - Musik und Poesie - ausgedacht hat. Rikes Album 'Stimmen in der Luft' trägt als erstes diesen Untertitel, und heute in Moers ist die offizielle Premieren-Präsentation dieses Albums.