Reportage
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Stefan Erbe hatte sich 2024 eine längere 'Auszeit' genommen. Auf Live-Auftritte hatte er komplett verzichtet, und die 'Retrologica' mit bisher unveröffentlichtem Material war das einzige Erbe-Album im vergangenen Jahr. Das heißt aber nicht, dass er sich auf die faule Haut gelegt hätte: Er hat an der Fortsetzung der Saga um die künstliche Intelligenz GENE gewerkelt. 'Genesys 2023' war einer seiner bisher größten Erfolge, und so waren die Erwartungen an einen Nachfolger entsprechend hoch.

Die Premiere der 2023er-Episode hatte seinerzeit im Planetarium Bochum stattgefunden. Das wäre dieses Mal natürlich auch eine würdige Location gewesen, und das Bochumer Kuppelrund wäre ohne Frage auch wieder gut gefüllt gewesen. Stefan hat sich aber für einen anderen Ort entschieden. Die Sternwarte Hagen hat in der Historie seiner Auftritte einen ebenso hohen Stellenwert. Vor ziemlich genau 30 Jahren war an diesem Ort - hoch über oben Hagens Dächern - sein erster Live-Auftritt überhaupt.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Wir befinden uns 'zwischen den Feiertagen'. Das letzte Stück Weihnachtsgebäck ist noch nicht vertilgt, aber die Vorbereitungen für die Silvesterfeier laufen schon auf Hochtouren. In diese Zeit fällt das traditionell letzte Event im Kalender des EM-Fans. Mit 'Hello 2025' im Planetarium Bochum verabschiedet der Schallwende-Verein das alte Jahr und begrüßt das neue.

Wie jedes Jahr, ist 'Hello' auch die (fast) letzte Show des Jahres im PlaBo, und die letzte am Silvester-Vortag. So ist es zu dieser Tageszeit schon dunkel, als ich mit dem Auto eintreffe, und der Beginn von 'Hello 2025' noch anderthalb Stunden in der Zukunft liegt. Die Parkplätze an der Lorenz-Rebert-Allee sind seit einiger Zeit gebührenpflichtig, aber es ist bereits spät genug, dass die Parkgroschen in der Geldbörse bleiben können.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
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Wie die Zeit vergeht! Ein Jahrzehnt ist es her, dass ich Tangerine Dream ein letztes Mal mit Edgar Froese live gesehen und gehört habe. Das war in Köln, und auf der damaligen
Tour wurde das vierzig-jährige Jubiläum von 'Phaedra' gefeiert. Mit diesem Album war Tangerine Dream 1974 der Durchbruch in England gelungen.

Nun schreiben wir das Jahr 2024, und 'Phaedras' Veröffentlichung feitert ein rundes Jubiläum. Das leider nicht mehr mit Edgar, der 2015 seine kosmische Adresse verändert hat, aber mit denen, die das Projekt in seinem Sinne weiter führen. Und Ron Boots war der Coup gelungen, Tangerine Dream kurz vor Weihnachten noch einmal nach Oirschot zu holen, ins 'De Stoelendans', das vielen immer noch unter dem Namen 'De Enck' ein Begriff ist.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
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Ich habe extra noch einmal nachgeschaut, wann ich ihn zum ersten Mal auf einer Bühne gesehen habe: Es war 2018 auf der Schwingungen-Scheunenparty, als mit Ansgar Stock der mit Abstand jüngste Künstler auf die Bühne trat. Damals war er noch keine zehn Jahre alt, und viele hatten Zweifel, ob sein Interesse an der elektronischen Musik dauerhaft sein würde.

Nun sind sechs Jahre vergangen: Ansgar ist ein Teenager, hat mittlerweile drei Alben veröffentlicht, und hat die Musik erfreulicherweise nicht aufgegeben. Natürlich hat er sich in den Jahren, auch mit Unterstützung seines Vaters, weiter entwickelt, und traut sich mittlerweile auch zu, ein Abendkonzert in voller Länge zu bestreiten. Bereits Ende November hat er in Bochum gespielt, und jetzt sind es nur noch wenige Stunden bis zum zweiten Advent. Am Vormittag ist gerade das Schallwende EM-Breakfast über die Bühne gegangen, wir sind also schon ein wenig eingegroovt, als wir uns auf den kurzen Weg von Bochum nach Gelsenkirchen machen. Das Wetter ist immer noch feucht und trübe, und es ist auch bereits dunkel. Der Ort, an dem Ansgar spielen wird, strahlt wie eine helle Oase zwischen den dunklen Häusern hervor und hört auf den originellen Namen 'Hier ist nicht da'. Ob dessen Schöpfer Sesamstrassen-Fan war? Ich erinnere mich an einen Sketch mit Ernie und Bert, der das zum Thema hatte.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
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Es ist Anfang Dezember, das Fest der Liebe wirft seine Schatten voraus, und die erste Kerze auf dem Adventskranz verbreitet wohlige Wärme. Aber einen Tag, bevor wir eine weitere hinzufügen dürfen, ist es an der Zeit für den Schallwende-Verein, ein kleines Highlight in das ansonsten so trübe und noch gar nicht weihnachtliche Spätherbst-Wetter zu setzen: Das alljährliche EM-Breakfast, eine Verbindung von Brunch und Live-Musik. Die Besucher können bei belegten Brötchen, Rührei und Nachspeise elektronische Klänge genießen, und sich dabei auch zwanglos unterhalten.

Ein solches Szenario ist auf der anderen Seite für den Musiker ungewöhnlich, steht sein Auftritt für die Besucher nicht immer im Mittelpunkt, sondern wird streckenweise eher als 'Begleitung' wahrgenommen. Nicht jeder Künstler kann sich mit so einer Situation arrangieren, das ist bei der Auswahl des Acts zu berücksichtigen. In diesem Jahr konnte der Vereinsvorsitzende Klaus-Ulrich Sommerfeld einen Musiker gewinnen, der mit dieser Situation vertraut sein dürfte: Frank Tischer, seines Zeichens Vollblutmusiker, spielt unter anderem auch auf Kreuzfahrten, und genießt dort auch nicht immer die volle Aufmerksamkeit der Gäste, die er durchweg verdienen würde.