Reportage
- Details
- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Es sind schwierige Zeiten, will man Konzerte und Musik-Festivals auf die Beine stellen. Stark gestiegene Kosten und für kleine Veranstalter immer schwerer zu erfüllende Auflagen machen das Leben schwer, sofern man nicht gerade in der Liga der 'Profi-Veranstalter' wie Eventim & Co. spielt.

Um so höher ist es zu bewerten, wenn es da eine kleine Gruppe um einen echten und einen Wahl-Niederländer gibt, die sich vor wenigen Jahren entschieden haben, ihren Traum von einem eigenen EM-Musik-Festival Wirklichkeit werden zu lassen. Und was soll man sagen: An diesem Samstag findet das 'Dutch Electronic Masters' bereits zum dritten Mal statt.
- Details
- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Es ist Anfang August, (Hoch-)Sommer und Urlaubszeit. Die Ruhe wird nur gelegentlich durch ein Grillfest mit Live-Musik aufgelockert. Gäbe es nicht noch andere Wege, elektronische Musik und Sommerwetter zu einem Ereignis abseits des 'normalen' OpenAir-Konzerts zu verbinden?

Bas Broekhuis hat einen solchen gefunden, und 'Weg' darf man in diesem Fall wörtlich nehmen. In Sellingen, sowohl unweit der Grenze zu Deutschland als auch Bas' Wohnort gelegen, lockt immer Anfang August die 'Atelierroute' Besucher. Künstler und Kunsthandwerker stellen ihre Werke an einem Rundweg aus. Alle paar hundert Meter findet sich an einem Haus oder Hof eine neue Station, und wer die komplette Route einmal abgegangen ist, hat nicht nur viele schöne Dinge gesehen, sondern auch für die eigene Gesundheit etwas getan.
- Details
- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Der Rhythmus hat sich eingeschwungen: Das traditionelle Sommer-Grillfest des Schallwende-Vereins mit Live-Musik findet abwechselnd im Essener Grugapark und auf dem Hof der Glanemanns statt. Mag der Grugapark einfacher zu erreichen sein, so hat der Hof im westfälischen Ahlen einen anderen, unbestreitbaren Vorteil: Platz und Ruhe ohne Ende. Klagen von 'Nachbarn' über vermeintlich zu laute Musik, die in früheren Jahren im Grugapark schon einmal kamen, sind auf dem Hof nicht zu erwarten: Glanemanns nächster Nachbar wohnt einen guten halben Kilometer entfernt. In der Scheune darf also auch einmal gerne richtig 'aufgedreht' werden. Und was das Problem der Anreise angeht: Mitfahrgelegenheiten wurden in den Tagen davor in den sozialen Netzwerken vermittelt, wir reisen zum Beispiel zu dritt an.

- Details
- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Unlängst hatte ich in einem anderem Bericht erwähnt, nach wie vielen oder wenigen Neuauflagen ein Event im Rheinland angeblich zur Tradition oder gar zum Brauchtum wird. Nun liegt Borgholzhausen, seit 2022 der Standort der Electronic Circus Summer Edition, nicht direkt in diesem Teil Nordrhein-Westfalens. Ein gewisses Maß an Tradition mag man aber vielleicht daran ablesen, dass nach der Anmeldung nachgefragt wurde, ob man noch eine Wegbeschreibung bräuchte. Die ist bei mir nicht vonnöten, den Weg kenne ich aus den Vorjahren: Vom Westzipfel Deutschlands auf der A4 bis nach Köln, dort nordwärts bis zum berüchtigten Kamener Kreuz, auf der A2 etwa bis zu der Stadt, die es gar nicht gibt, und dann noch ein paar Kilometer in Richtung Osnabrück - dort liegt Borgholzhausen. Ab der Abfahrt von der Bundesstrasse weisen aufgehängte Hinweis-Zettel den Weg zum Hof und zum Parkplatz.

- Details
- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Seit vielen Jahren ist die Superbooth in Berlin ein fester Termin im Kalender der EM-Szene. Als 'Hands-On-Ausstellung' elektronischer Klangerzeuger jeglicher Form richtet sie sich natürlich in erste Linie an Musiker und weniger an den reinen Hörer und 'Konsumenten' der damit geschaffenen Werke. Musiker und Labels nutzen aber gerne die Gelegenheit, für die Besucher im Umfeld der Messe kleinere Konzerte zu veranstalten - wenn schon einmal so viel potentielles Publikum konzentriert vor Ort ist, sollte man das auch ausnutzen. Und dabei findet sich dann immer wieder etwas, das auch für den reinen Fan die Reise nach Berlin lohnt.

Mario Schönwälder, Chef des Manikin-Labels, hat vielleicht ähnliche Gedanken gehabt, als er plante, einmal alle aktuellen Projekte seines Labels an einem Abend auf die Bühne zu bringen. Eine Lokation, die nicht weit vom FEZ Berlin liegt, wäre dafür nicht ungeschickt, so dass der Messebesucher nach einem langen Tag auf der Superbooth quasi 'im Vorbeigehen' noch Live-Musik genießen kann. Zum Betreiber eines solchen Orts konnte Wolfram Spyra, seit einigen Jahren Wahl-Berliner, den Kontakt herstellen. Da bei ihm gerade auch eine Alben-Veröffentlichung anstand, war das Konzept komplett: Am Freitag-Abend vor Pfingsten, und unweit der Superbooth, steigt ein Konzert mit Spyra und allen Manikin-Aktiven.