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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Es ist Sommer, es ist Anfang Juli, und für dieses Wochenende steht nicht nur in meinem Kalender ein Termin, den man nicht versäumen sollte: Das alljährliche Grillfest des Schallwende-Vereins! Einen (langen) Nachmittag geht hier Leckeres vom Grill mit Konzerten, Sommerspass und viel Geselligkeit zusammen. Und das alles für einem Betrag, den man eigentlich eher unter 'Registrierungsgebühr' einordnen müsste. Der ist in diesem Jahr zwar auf zehn Euro gestiegen, aber man schaue sich an, was man anderswo für ein vergleichbares Gesamtpaket entrichten müsste.

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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Seit einigen Jahren ist Tangerine Dream gefühlt auf 'Dauer-Tournee': Selten vergehen zwei oder drei Wochen ohne die eine oder andere Konzert-Ankündigung, und man fragt sich, wie Hoshiko, Paul und Thorsten es daneben noch schaffen, im Studio oder an ihren anderen Projekten zu arbeiten. Wie das kommt? Vielleicht ist immer noch ein Backlog an ausgefallenen Konzerten während der Pandemie aufzuholen. Aber wahrscheinlicher ist, dass Tangerine Dream einfach stark nachgefragt wird, und das weltweit. Verfolgt man die Ankündigungen, dann gehen die Spielorte kreuz und quer über unseren Kontinent und auch weltweit. Einige Hardcore-Fans reisen ihren Lieblingen während einer Tour sogar hinterher. Dafür würde bei mir weder Zeit noch Geld reichen.

Aber wenn einmal wieder ein Termin in meiner Nähe ansteht, dann greife ich gerne zu, um Tangerine Dream wieder einmal live zu sehen und zu hören. Ihre Musik hat mich den größten Teil meines Lebens begleitet. Da möchte man schon gelegentlich sehen, wohin sich die Dinge entwickeln. Und Tangerine Dream hat sich über die Jahre immer wieder neu erfunden und verändert, so wie man das im eigenen Leben auch tun muss.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Die Geschichte lehrt uns, dass sie sich wiederholt. Dieses gern geäußerte Bonmot trifft natürlich nicht immer zu, hier aber schon. Anno 2017 hatten Steve Baltes und Stefan Erbe ihr zweites Album "Electric Garden" zu einem großen Teil live eingespielt, und das vor Publikum im Vortragssaal der Sternwarte Hagen. Selbiger ist - neben dem Bochumer Kuppelrund - Stefans liebster Auftrittsraum und erzeugt mit seinen knapp sechzig Sitzplätzen eine besondere und intime Atmosphäre für Künstler und Besucher.
Das letzte Album von Stefan und Steve liegt mittlerweile einige Jahre zurück: Als auf der "Four Stories Live Session" einige bekannte Titel in ein neues Gewand gekleidet wurden, herrschte noch eine Pandemie über die Welt. Das soll nun nicht bedeuten, dass Steve und Stefan sich seitdem musikalisch nichts mehr zu sagen gehabt hätten. Beide haben einfach auch eine Menge anderer Projekte 'am Laufen', und es musste sich einfach ein Zeitpunkt finden, wo sie beide Zeit für die Ideen haben, die ihnen sicher schon länger im Kopf herum gehen. Im Jahr 2026 war es dann endlich so weit - es sollte wieder ein Album live eingespielt werden
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Zweimal im Jahr führt mich der Weg nach Oirschot, denn dann stehen der E-Day oder E-Live auf dem Programm. Ab und zu verschafft Ron Boots mir aber auch Anlass für eine "Extratour" zu diesem Städtchen unweit seiner alten Heimat. Das ist immer dann der Fall, wenn es ihm gelungen ist, einen Act für die dortige Bühne zu buchen, der einen Termin für sich rechtfertigt. Man erinnere sich an Tangerine Dreams Konzert als vorgezogene Weihnachtsbescherung, oder Johannes Schmoelling "with Friends". Und just Letzteren konnte Ron wieder für einen seiner raren Auftritte gewinnen. Johannes ist dafür bekannt, sich akribisch auf seine Konzerte vorzubereiten, und sich dafür ein spezielles Thema zu überlegen. "The White Out Project" soll dieses Mal der Titel sein, in Anlehnung an sein 1990er Soloalbum.

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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Bereits zum vierten Mal führt mich mein Weg über die A31 in Richtung Sellingen - ist das inzwischen ein weiterer Fixpunkt in meinem Kalender? Falls dem so ist, so darf sich Bas Broekhuis dieses Verdienst an die Brust heften. Nicht nur dass er die "Manikin 5" mit der Atelierroute zusammen gebracht hat, seit vergangenem Jahr hat er das von ihm mit gegründete Kleinkunst-Theater in Onstwedde als Spielort für elektronische Musik erschlossen. Es war natürlich Ehrensache, dass er die Premiere im letzten Frühling mit seinen vier Manikin-Mitstreitern begangen hat. Eine bloße Wiederholung im Folgejahr mit dem gleichen Lineup wäre langweilig gewesen. Und so heißt es in diesem Jahr "Moi EEM", und die Bühne des Kleinkunst-Theaters Onstwedde wird von Musikern des Groove-Labels gefüllt werden.

Hand aufs Herz: Man wird nicht jünger, und die Zeiten, zu denen man nach einem Festival am späten Abend noch mehrere hundert Kilometer zurück zum eigenen Bett fährt, sind vorbei. Also quartiere ich mich in der Herberge in Sellingen ein, bevor der Weg mich noch ein paar Kilometer weiter bis an das heutige Ziel führt. Die genaue Hausnummer des Kleinkunst-Theaters braucht man nicht zu kennen: Man hält einfach Ausschau danach, wo an der Straße besonders viele Autos mit ortsfremden Nummernschildern geparkt sind. Dann ist der Wegweiser zum Kleinkunst-Theater nicht weit entfernt.