Interview
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- Geschrieben von: Stefan Schulz
- Kategorie: Interview
Diesmal zieht es uns vermeintlich in die Weiten Mittelerdes, denn die 10 Fragen gehen heute an den Space-Musiker schlechthin: Gandalf. Der Vollblutmusiker aus Österreich war zur Hochzeit der elektronischen Musik auf vielen Bühnen weltweit zu Gast und ist auch heute noch ein gefragter und gern gesehener Live-Act, wie im kommenden September beim Electronic Circus in Gütersloh.

1. Welche Motivation gab es für Dich Musik zu machen und warum gerade die Art von elektronischer Musik in Verbindung mit akustischen und folkloristischen Elementen?
Für mich ist Musik eine wunderbare Möglichkeit, meine Stimmungen und Gefühle und meine inneren Bilder zum Ausdruck zu bringen. Welche Instrumente ich dafür benutze ist nicht von essentieller Bedeutung.
Früher, in den 80-ern haben mich die Möglichkeiten, auf elektronsichem Weg neue Klänge zu erzeugen besonders inspiriert, heute finde ich dass die Schwingung von akustischen Instrumenten tiefer geht. Die Elektronik verwende ich haupsächlich um Atmosphären zu schaffen.
Es ist wie bei einem Maler, der machmal Aquarellfarben und dann wieder Öl verwendet. Ich finde es spannend, immer wieder neue Varianten auszuprobieren.
Elektronische Musiker gehen oft von einem bestimmten Sound aus, der sie inpiriert, ich schreibe meine Stücke meist zuerst am Klavier oder auf der Gitarre und entwickle das Arrangement hinterher, wenn notwendig bis hin zu einem sinfonschen Orchester.
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
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Im nächsten Interview der 10 Fragen-Serie bewegen wir uns im Dark-Ambient-Musik-Umfeld von Stephen Parsick, der vielen auch als [`ramp]-Mastermind bekannt sein dürfte. Hinsichtlich seines kommenden Konzertes am 7.7. im Bochumer Planetarium, führte empulsiv dieses Gespräch. 
1. Was waren Deine ersten Begegnungen mit elektronischer Musik?
Ich hatte meine ersten Berührungen mit elektronischer Musik, als ich im Kindergartenalter war und das erste Mal Wendy Carlos´ "A Clockwork Orange" hörte. Zur selben Zeit kamen Kraftwerk mit "Autobahn" und "Kometenmelodie" und dudelten im Sommer 1975 im Radio rauf und runter. Als dann 1976 Jarres "Oxygene 2" durch "Mondbasis Alpha Eins" bekannt wurde, war das für mich die Initialzündung und ich wollte auch einen Synthesiser haben, denn irgendwas an diesen Klangfarben haute mich einfach um. Daß die ganz was Anderes waren als die normalen Klangfarben aus Rock, Pop und Klassik, war mir sogar als kleinem Kind bewußt. Meine Eltern fanden das ganz putzig, aber ich wußte, daß ich auch irgendwann so eine Musik machen wollte, weil ich die Klänge einfach magisch fand. . Deshalb habe ich dann auch im Mai 1983 mit Musikunterricht angefangen, als meine Eltern mir die Möglichkeit dazu boten.
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- Geschrieben von: Stefan Schulz
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Diesmal gehen die 10 Fragen an einen EM-Künstler, der bereits seit den 80er Jahren im Geschäft ist und so einige bemerkenswerte Alben veröffentlicht hat: Lambert Ringlage. Ebenso bekannt und erfolgreich vermarktet er seit Anfang der 90er sein Label Spheric Music, das für anspruchsvolle elektronische Musik und, als Vertrieb, als gute Quelle von edlen und raren Alben aus der EM-Geschichte bis zum heutigen Tage steht.

1. Du bist ja quasi zur Blütezeit der elektronischen Musik aufgewachsen. Was waren die Schlüsselerlebnisse, die dich zu einem begeisterten Anhänger der EM gemacht haben?
Eins der ersten Alben, die ich zu hören bekam, war "Stratos Fear" von Tangerine Dream. Die beeindruckende Atmosphäre der LP hatte es mir angetan. Bald gab es den Schimanski-Tatort mit "Das Mädchen auf der Treppe" und schließlich das gewaltige Tangerine Dream Konzert in Düsseldorf 1982 (Logos-Tour). Das waren seinerzeit die Highlights schlechthin. Da bekam man Klänge zu hören, die man vorher noch nie gehört hatte. Zu dem Zeitpunkt wusste ich kaum etwas über die Gerätschaften.
Dadurch konnte ich die Musik und die Klänge einfach auf mich wirken lassen, ohne durch die rationale Musikerbrille zu analysieren, wie etwas gemacht wurde.
Ich halte die Musik aus der Zeit nach wie vor für sehr hörenswert.
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- Geschrieben von: Stefan Schulz
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Mit diesen 10 Fragen widmen wir uns nicht nur einem weiteren Künstler der elektronischen Musik sondern nähern uns auch einem Thema, das einen sehr großen Einfluss auf die Wahrnehmung und Verbreitung von Musik generell hat. Matthias Reinwarth ist Elektronikmusiker aus innerster Seele als xenoton und Netlabel-Betreiber aus tiefster Überzeugung heraus mit tonAtom.

1. Wie fand die elektronische Musik ihren Weg in dein Gehör, und wessen Stücke oder Alben haben dir den Weg dorthin gewiesen?
Elektronische Musik war eigentlich immer Bestandteil meiner musikalischen Sozialisation. Ganz am Anfang waren das sicher Jean Michel Jarre („Oxygen“) und Kraftwerk („Autobahn“ und „Mensch-Maschine“). Im Familienumfeld wurde viel Progressive Rock und Krautrock gehört, die ja auch die Elektronik heftig nutzten. Als Kind der 80er kamen meine wirklichen Aha-Momente aber mit Depeche Modes Album „Speak and Spell“. Das zeigte mir als 14-jährigem, was elektronische Musik sonst noch so kann, jenseits von elegischen 21-Minuten-Werken... Von dort ging es dann, etwa mit der entstehenden Sheffield-Szene um Cabaret Voltaire und The Human League / Heaven 17 hin zu anderen Einflüssen, wie Blancmange, New Musik oder Yello, aber auch wieder zu Kraftwerk.
Natürlich spielten auch Tangerine Dream (etwa „Stratosfear“) und der frühe Vangelis eine Rolle, aber rückblickend keine so große.
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- Geschrieben von: Stefan Schulz
- Kategorie: Interview
Diesesmal bewegen wir uns ein wenig am Tellerrand der traditionellen elektronischen Musik und vielleicht ein wenig darüber hinaus. Mit dem Musiker und Blog-Meister Ronny Kraak alias Das Kraftfuttermischwerk treffen wir auf einen "Erben" in Sachen EM, der aber auch um seine musikalischen Wurzeln weiß.

1. Wie bist du zur Musik gekommen? Warum die Elektronik?
Ich mochte Musik schon immer außerordentlich gerne. Womöglich war ich damals auch deshalb der einzige Junge im Schulchor. Meine Musiklehrerin wollte mich gerne in den Thomaner-Chor stecken. Meine Mutter wollte das nicht. Wegen Mathe.
Später hörte ich dann immer die Police und Rio Reiser Platten meines Bruders, die er sich 1989 von seinem Begrüßungsgeld kaufte. Sehr viel Lindenberg, auch Ärzte, die im Osten schon vorher sehr populär waren, und Yello.
Anfang bis Mitte der 90er kam dann Techno und veränderte mein Leben. Nicht der Musik wegen, sondern wegen dem ganzen Lebensgefühl. Bei uns im Osten begann ein völlig neues Leben. Alle Normen, alle Werte wurden komplett neu ausgelotet. Man wollte ein Gefühl dafür bekommen, was hinter dem Wort "Freiheit" steckte, wie viel es für uns herzugeben vermochte. Techno war der Soundtrack, der diesem, meinem Lebensgefühl am nähersten kam. Alles neu - alles anders. Es passte so wie Arsch auf Eimer.
Womöglich würde ich heute ohne Techno in den 90ern ein anderer Mensch sein. Ganz sicher sogar. Es war nach dem Mauerfall das Größte, was mir je passiert ist. Und ich meine Techno als Stil-Überbegriff samt der von mir so sehr gemochten Schubladen wie Ambient, E-Dub, Downbeats, Drum'n'Bass. All diesem elektronischen Zeug.