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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Wenn ich hier die Erkenntnis zum Besten gebe, dass Live-Events trotz nicht mehr ganz so Corona-schwarzer Zeiten immer noch ein schwieriges Metier sind, dann werden die Veranstalter mir wohl mit gequältem Lächeln beipflichten: Es ist zwar nicht mehr völlig unmöglich, aber Beschränkungen und Regeln machen das Leben immer noch schwer. In Solingen hatten Norbert Sarrazin und seine Kunstraum-Truppe diese geschickt interpretiert, indem man Klaus Buntrock nicht in, sondern vor den Güterhallen spielen ließ und das ganze als "Strassenmusik" deklarierte. Der Nachteil bei der Sache: Publikum, Musiker und besonders deren Instrumente sind den Launen des Wettergottes ausgesetzt, und in dieser Hinsicht hat August 2021 sich als ein besonders unbeständiger Geselle herausgestellt. Für den 22.8. sollte die Sommer-Picknick-Reihe mit Stefan Erbe eine Fortsetzung finden, nur leider legten alle Wetterberichte nahe, dass dieses Unterfangen zum Scheitern verurteilt sein würde. Umso ärgerlicher war es, als sich der August an besagtem Sonntag-Nachmittag dann ausnahmsweise doch einmal von seiner trockenen und warmen Seite zeigte.

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- Geschrieben von: Super User
- Kategorie: Reportage
Anderthalb Jahre Pandemie und Lockdown lassen viele Erinnerungen wie durch eine Milchglassscheibe verblassen. Wenn ich mich recht entsinne, war eines der letzten Events, über das ich berichtet hatte, bevor das Corona-Unheil über die Szene herein brach, im Januar letzten Jahres in Solingen. So ist es durchaus bemerkenswert, dass just in den Solinger Güterhallen diese trübe Zeit (vorerst) ihr Ende findet. Norbert Sarrazin und seine Mitstreiter haben sich eine Event-Form ausgedacht, die den ersten, vorsichtig tastenden Schritten aus der Zwangspause angemessen ist.

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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Nehmen wir einmal an, in ein paar Jahren ist die Covid-Pandemie Geschichte und das Leben wieder einigermaßen in seine normalen Bahnen zurückgekehrt. An was werden wir uns aus dieser Zeit besonders erinnern? In der EM-Szene sicher an diejenigen, die nicht die Flinte ins Korn geworfen haben und das möglich gemacht haben, was gerade eben noch möglich war. Martin Stürtzer aus Wuppertal wird für mich auf dieser Liste sicher ganz weit oben stehen. Nicht nur hat er Dutzende "Stay at Home" Konzerte aus seinem heimischen Studio in die Welt gestreamt, auch besitzt er den Mut, in einer Zeit anziehender Fallzahlen das im Frühjahr ausgefallene und auf Oktober verschobene "Phobos XI" durchzuziehen. Recht früh schon musste er von der Sophienkirche in die größere Immanuelskirche umziehen, um ein den sich ständig verschärfenden Richtlinien genügendes Hygiene-Konzept umsetzen zu können. Zu dem amüsanteren Anekdoten dabei gehört die Ankündigung, das vor zehn Jahren erlassene Gasmasken-Verbot aufzuheben - die durchgängig bestehende Maskenpflicht lässt sich mit so einer 'Bedeckung' aber ohnehin nicht erfüllen.

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- Geschrieben von: Super User
- Kategorie: Reportage
Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass ich zum letzten Mal Live-Musik gesehen habe, dann kam der Corona-Lockdown und eine Veranstaltung nach der anderen wurde abgesagt oder verschoben. Auch für Detlef Keller wurde es in diesen Monaten zur traurigen Routine, Donnerstag abends in seiner Radio-Sendung "Ad Libitum" wieder mal nur verkünden zu können, was alles nicht stattfindet.

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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Im letzten Jahr hatte sich das Solinger Künstlerpack eine kleine Auszeit genommen - ausnahmsweise einmal keines jener Festivals, die elektronische Musik mit Kunstausstellungen verbinden. Auch das Doppelkonzert mit Michael Brückner und Sequentia Legenda im letzten Herbst musste ich auslassen, man kann leider nicht an einem Abend gleichzeitig an zwei Orten sein. So wurde 2019 zu einem eher ungewöhnlichen Jahre, in denen mich der Weg nicht zu den Güterhallen am Solinger Westpark geführt hat. So wie der Zufall spielt, führt mich aber in 2020 der erste Weg ausgerechnet zu einem Konzert genau an diesen Ort - "Space" heißt das Motto in den Solinger Güterhallen. Wie steht es um sie? Sie sind immer noch da, aber weil gerade in der Kunst Veränderung die einzige Konstante ist, gestalten sie sich immer neu: Hier und dort hat eine Galerie ihren Namen geändert, und die draußen ausgestellten Kunstwerke, die man vielleicht bewusst der Witterung und damit dem Verfall aussetzt, sind andere. Es ist eben ein Ort für Kreative Köpfe, wo immer neues ausprobiert wird.
