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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Als Konzert-Veranstalter hat man's nicht leicht in diesen Zeiten: Hinter jeder Ecke lauert eine meist unangenehme Überraschung, und wenn man einmal glaubt, man hätte alles im Griff, dann passiert doch wieder irgendetwas und man muss die Pläne ändern.
Groove-Chef Ron Boots wird davon mittlerweile ein Lied singen können. Nach einem E-Live und einem E-Day hatte sich das NatLab gerade ein wenig als neue Heimstatt etabliert, da zwangen finanzielle Umstände ihn dazu, sich wieder nach einer neuen Location umzusehen. Wir wissen nicht, wie schwierig die Suche nach einer neuen "Bleibe" war, aber sie hat sicher mit dazu beigetragen, dass der Termin für das diesjährige E-Live ungewöhnlich spät im Jahr lag - Mitte November statt im Oktober. Dafür hat die Suche sich gelohnt: Das CKE, mitten in Eindhoven und unweit vom Hauptbahnhof gelegen, ist als Kulturzentrum genau auf Events wie E-Live ausgerichtet.
Der Saal des CKE bietet mit 230 Plätzen (einschließlich Empore) sogar etwas mehr Raum als der des NatLab. Ob Ron die auch alle würde füllen können? Ja, er konnte! Zwei Tage vor dem 12. November konnte er auf FaceBook ein stolzes "Sold Out" ausrufen - Punktlandung. Damit war der wirtschaftliche Erfolg schon einmal gesichert - es musste jetzt nur organisatorisch nur noch alles klappen. Das CKE ist nämlich ein wenig mehr auf "Selber-Macher" ausgerichtet, es bietet zum Beispiel keinen eigenen Catering-Service an. Also mussten dieses Mal auch Speis und Trank eingekauft werden. Und hoffentlich wird denen auch zugesprochen, sonst gibt es die nächsten Wochen im Hause Boots nur noch Hot Dogs und Grolsch...

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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Unter den Orten, an denen man vor der Pandemie und den damit verbundenen Lockdowns regelmäßig elektronische Musik live hören konnte, und an denen das mittlerweile auch wieder der Fall ist, fehlte noch einer, nämlich das Planetarium des LWL-Museums in Münster. Regelmäßiger Organisator war hier Bernd "Moonbooter" Scholl, der meist nicht nur selber gespielt, sondern auch den einen oder anderen Gast noch dazu eingeladen hatte.
Das letzte Mal, dass dem so war, war im Herbst 2019. Dann kam die Zeit der Lockdowns, und als im Sommer des letzten Jahres zum ersten Mal wieder Veranstaltungen unter einigermaßen "normalen" Bedingungen erlaubt waren, wurde Bernds Heim in der Eifel Opfer der Flutkatastrophe - für viele Monate musste die elektronische Musik hinter wichtigeren Dingen zurückstehen. Und schlussendlich war das Planetarium wegen Umbauarbeiten auch noch einige Monate geschlossen. So kam es, dass Bernd Scholl erst wieder im Früh-Herbst dieses Jahres ein Konzert in Münster ankündigen konnte. Angesichts der Dinge, die in der Zwischenzeit passiert sind und unser aller Leben dauerhaft verändert haben, ist "From Past to Future" eine sehr treffende Überschrift.

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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Wie Ihr vielleicht auch, habe ich bei mir zu Hause in der Küche so ein schwarzes Brett, an dem alles landet, was nicht vergessen werden darf oder noch erledigt werden muss. Dort landen bei mir auch im Vorverkauf erworbene Tickets, die an dem Tag wieder abgehängt werden, wenn es so weit ist. Eines davon hat sich aber über mehr als zwei Jahre diesem Schicksal hartnäckig widersetzt, nämlich die Eintrittskarte für das Kraftwerk-Konzert in Bonn: Gekauft noch vor dem ersten Lockdown, mit dem 16. Mai 2020 als Termin versehen, sowie der Werbung für das Beethoven-Jahr 2020, das ja aus bekannten Gründen größtenteils ausgefallen ist. Anstatt benutzt zu werden, landete auf ihm über die Monate ein Post-it nach dem anderen, jeweils mit dem aktuell geplanten Termin. Schlussendlich wurde es dann der 28. August 2022 - der erste Sommer, in dem wieder Konzerte dieser Größenordnung machbar sind.

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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Unweit von Amsterdam, der großen Hauptstadt der Niederlande, nur noch ein kleines Stück weiter Richtung Küste, liegt die etwas kleinere Stadt Haarlem. In Haarlem steht auf dem Marktplatz eine Kirche, die ob ihrer Ausmaße die "Grote Kerk" geheißen wird. An diesem Samstag stehe ich zum ersten Mal vor diesem Bauwerk, und der Grund dafür ist - wie sollte es bei einem Bericht in diesem Magazin auch anders sein - dass elektronische Musik heute in ihr erklingen wird. Die St. Bavo Kerk in Haarlem ist nämlich eine weitere Station auf dem sehr langen Weg, die originale Besetzung von "Phase 3" (Ron Boots, Ian Boddy und Harold van der Heijden) wieder auf der Bühne zu vereinigen. "Gastgeber" an diesem Abend wird Remy sein, der an diesem Abend auch aktiv sein und seinen Teil zu diesem Ereignis beitragen wird.

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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Wenn ich in ein paar Jahren auf 2022 zurück blicke, dann wird diese Jahreszahl - sicher nicht nur bei mir - eher gemischte Erinnerungen wecken. Das Corona-Virus ist zwar so weit gebändigt, dass wieder Live-Konzerte stattfinden dürfen. Es wird in den Annalen der EM-Szene aber in erster Linie das Jahr sein, in dem so viele Musiker ihre kosmische Adresse geändert haben. Neben Namen, die außerhalb unserer Szene (leider) eher wenig Bekanntheit erlangt haben, stechen daraus natürlich Klaus Schulze und Vangelis hervor.
