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- Geschrieben von: Stefan Schulz
- Kategorie: Reportage
Wer behauptet, die elektronische Musik sei ein totes Pferd, der irrt. Und nichts zeigte dies besser, als der diesjährige E-Day. Ja, hier wurde auch die Tradition in Form exzessiver Sequenzer-Musik treu gefeiert, aber wesentlich zarter und kräftiger ins Ohr sprangen die modernen Ausprägungen melodischer, harmonischer und schlagkräftiger Elektronik.

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- Geschrieben von: Stefan Schulz
- Kategorie: Reportage
Auch im Jahr 2015, genauer am 21. März, wurden wieder Schallwellen vergeben. Diese sind in diesem Falle nicht nur Schwingungen der Luft, sondern handfeste, massive Glaskörper, zum Dank und zur Ehrung der Elektronikmusiker des Jahres 2014.

Wieder einmal bot das Bochumer Planetarium der Festivität Unterschlupf, eine Lokalität, die mit der Elektronischen Musik so verbunden scheint, wie Patch-Kabel mit einem modularen Synthesizer. Es bietet zudem alles, was für ein Event dieser Art wünschenswert ist. Zum Beispiel das große Außenrund, in dem sich die Künstler schon vorab gegen 17 Uhr einfanden und herzliche Gespräche führten. Und ganz nebenbei tischte das Team Erbe wieder Genüsslichkeiten auf, die das fröhliche Grinsen der Gäste auch in den Mägen fortstrahlen ließen.
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Interview

Am sehr beschaulichen Berliner Prenzlauer Berg residiert Andreas Krüger, den die meisten Elektronik-Fans, neben seinen weiteren unzähligen Projekten, wohl als den Dritten Raum kennen werden. Mein Besuch in seinem neuen, aber noch vorübergehend errichteten Wohnstudio zeigte wieder einmal, dass es eigentlich egal ist wo die versammelte Hardware aufgebaut ist, solange die Gesamtumgebung genügend Kreativoutput zu Tage bringt. Andreas gehört zweifelsohne zu einer der Gattung stromgeladener Synth-Enthusiasten denen es scheinbar selten an Basis-Spirit fehlt, um einen gelungenen Spagat zwischen minimalistischem Dance to Base und filigranen Sequenzer Momenten hinzubekommen. Dabei ist der finale und typische Charakter des dritten Raumes zumeist das entscheidende Bass-Element, welches so treibend beweglich seine Tracks voranbringt. Im ausführlichen Interview sprachen wir über Geräte, Musikmärkte und die individuellen Dinge des Musik-Machens. Wahrhaftig spannend!
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Reportage
Leider hatte ich die erste Auflage der Sound of Sky Show mit Erbe und Baltes im Sommer 2013 verpasst. Umso größer war meine Vorfreude die beiden Musiker, dieses Mal übrigens mit ganz anderem Konzept, live im Bochumer Planetarium zu erleben. Alleine das Bühnensetup weckte bei mir eine gewisse Erwartungshaltung, die zur vollen Zufriedenheit erfüllt wurde. Aber der Reihe nach: Wie viele Veranstaltungen der Sound of Sky –Reihe war der Beginn erst gegen 21:30. Zudem gibt’s keine Pause. Ein auf 90 Minuten+ limitiertes Intensiv-Programm gehört ebenfalls zum Konzept des Ganzen. Dadurch entsteht eine ganz andere, ziemlich relaxte Stimmung, die SOS von den sonstigen Konzertveranstaltungen unterscheidet. Als Besucher kann man sich auf diesen einen Part konzentrieren. Das finde ich gut.

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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Interview

Blickt man in die Vergangenheit synthetisch erzeugter Musik, so scheint es besonders in Deutschland eine Menge Pioniere gegeben zu haben, die nicht nur das heimische Geläuf stromgeladener Musiker inspirierten, sondern globusweit viele Fans, Künstler und Bands motivierten, die Elektronische Musik zum Urquell des eigenen Interesses zu erklären. Dass der Name Tangerine Dream nicht nur dazugehört, sondern sicherlich in der Liste ziemlich weit oben zu finden sein wird, wundert nicht. Die Berliner Band ist dabei über viele Jahrzehnte in den verschiedensten Konstellationen erfolgreich gewesen, wird aber sehr häufig auch über bestimmte Mitglieder definiert, die gerade in den frühen Jahren den Sound maßgeblich beeinflusst haben. Zwei von ihnen sind Johannes Schmoelling und Jerome Froese, die vor drei Jahren gemeinsam mit Robert Waters eine bedeutsame Symbiose eingegangen sind und das Projekt „Loom“ gründeten. Ursprünglich als Live-Konzept für das Niederländische E-Live-Festival initiiert, ließ Loom mittlerweile zwei Alben und zwei EPs folgen, die nicht nur die alte 80er-Jahre-Fangemeinde erfreuten, sondern auch neue Freunde gewinnen konnten. Loom hat tatsächlich etwas geschafft, was bisher wenigen Musikern aus damaligen Zeiten glückte, nämlich den ursprünglichen Spirit mit neuen und aktuellen Elementen zu vereinen, um sich eben nicht im alten Dino-Sound der Vergangenheit zu verlieren. Der musikalische Erfolg mag auch daran liegen, dass anscheinend jeder der drei Musiker seine Stärken in den loomschen Klangkosmos einbringt und sich das Projekt auf seine kompositorische Kompetenz verlassen kann. Das aktuelle Album The Tree hates the Forest klingt ein bisschen nach dem frühen TD-Sound, ganz klar, wenn zwei Ehemalige in die Tasten und Saiten hauen, besitzt aber jede Menge guter Ideen und grenzt sich damit deutlich von einer retrospektiven Kopie alter Sequenzerkunst ab.
Grund genug, dem neuen berlinerischen Glanz mal einen persönlichen Besuch abzustatten und Froese jr., Waters und Schmoelling zum Interview zu bitten. Dies fand im Viktoria-Park-Studio von Johannes Schmoelling statt, in dem es nicht nur ordentlich nach EM-Geschichte roch, sondern sehr so anmutete, als ob auch zukünftig noch Geschichtsträchtiges dort entstünde.