Reportage
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Reportage
Wer in den letzten Jahren aktiver Besucher diverser EM-Festivals war, hatte bisher schon zwei mal die Möglichkeit auch nach Solingen zu reisen, um dort die Verbindung von visueller und audiophiler Kunst zu genießen. So auch in diesem Jahr, denn das "Künstlerpack" und Schallwende e.V. hatten auch 2013 ein plausibles Set vermengt, das nicht nur EM-Fans erfreuen würde. Insbesondere der dritte Act um Pyramid Peak bescherte dem Event eine ordentliche Besuchermenge, die die Galerie von Peter Amman nahezu komplett befüllte. Aber eins nach dem anderen!
Den Anfang des Events machten die beiden Lokalheros "Mystical Light in der Galerie Gecko, die erstmalig und gemeinschaftlich einen Live-Auftritt anboten, der natürlich noch von ein paar Nervositäten geprägt schien, aber mit seiner Musik sehr gefällig und variabel daher kam. Den knapp 50 Besucher gefiel es in jedem Fall, und Michael Wilkes sowie Andre Wilms offerierten einen schönen Querschnitt ihrer musikalischen Fähigkeiten. Wenn in Zukunft noch ein bisschen mehr "Aktivität" auf der Bühne zu vermelden sein könnte, scheint es keinen Grund zu geben, nicht auch andere Veranstaltung mit dem Duo zu besetzen. (Update: Interview mit Mystical Light)
Nachdem die kurze Pause für die Stillung niederer Grundinstinkte genutzt werden konnte, ging es auch sogleich mit dem zweiten Act weiter. Thomas Brück lud zwei Galerien weiter (AnderARTig) zum Projekt Voyager ein. 
Seine Musik ist geprägt von sägenden Solis und funkiger Elemente, die sich mit verschiedenen EM-Stilrichtungen vermischten. Bot das Intro noch klaviertonale Einspieloptionen, so wurde es im Laufe des Konzertes immer rhythmischer und verspielter. Gelegentlich überschritt Thomas mit gewagten Tastenkombinationen auch schonmal die Grenzen der EM-konformen Soundvorstellungen und wurde damit seiner Grenzgängerrolle gerecht. Dabei sorgte er aber auch immer wieder für Überraschungsmomente, schob ungewöhliche Leads unter seinen Klangteppich und groovte auf seiner mitgebrachten Orgel.
Als es um den Güterhallen zu dunkeln begann, wurde der finale Teil mit Pyramid Peak eingeläutet. Wie schon erwähnt, war das "Pestsche" Atelier sehr gut gefüllt und die drei Peaker hatten mit diversem Licht, Visuals und Projektionen die Räumlichkeiten atmosphärisch gestaltet.
Kombiniert mit wechselnden Themen, Videos und Sounds führte die Musik durch alte wie auch neue Stücke sowie Tracks von Axel Stupplichs neuer Solo CD "Aviator". Die Aufteilung mit 2 Keyboardern und Uwe Denzer als exklusiven Drummer unterstrich die Ambitionen und die Weiterführung als Live-Konzept, und man gewann den positiven Eindruck, das sich Pyramid Peak hinsichtlich ihrer Konzert-Darstellung weiterentwickelt hat. Insbesondere die Vermengung konzeptioneller Visuals, die auf den Spannungsbogen und den Inhalt der Musik abgestimmt waren, erzeugten ein schlüssiges Event. Dass die Musik den Geschmack der hiesigen Fans trifft, ist nicht erst seit dem Gewinn der 2011er Schallwelle bekannt, konnten die Drei Jungs dort doch als beste national CD die Kategorie für sich entscheiden. Abschließende Zugabe und Applaus bestätigten dies eindrucksvoll.
Wie schon in den Jahren zuvor, war das Festival ein weiterer Erfolg, der im Besonderen durch das steigende Besucherinteresse belegt werden kann. Es punktet gerade durch die außergewöhnlichen Orte und den Zusammenschluss zweier Institutionen, dem Schallwende e.V. und dem Solinger Künstlerpack bzw. den Güterhallen. Ein gutes Beispiel, wie die Szene neue Austragungsorte und Synergien nutzen kann, um ihre kleine aber qualitätvolle Expansion weiterzuführen. Uns hat's gefallen!
Stefan Erbe
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- Geschrieben von: Stefan Schulz
- Kategorie: Reportage
Zu einem fröhlichen Tag in angenehmer Gesellschaft und in der Kernsache mit dem Genuss elektronischer Musik in Form von vier Festsaalkonzerten, all dies bot der 6. April im kleinen Örtchen Oirschot (Niederlande) zum E-Day 2013. Das von Groove Unlimited und in Persona Ron Boots organisierte Festival zur Frühlingszeit erfreute sich eines doch großen Zulaufs, trotz vorherigen schlechten Annahmen der Vorverkaufszahlen.
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Reportage
Auch im Planetarium Münster hat man erkannt, dass es sich lohnt Konzerte mit "EM-Künstlern" zu bestreiten. Nachdem Bernd Kistenmacher bereits im letzten Jahr den "Laden" vollgemacht hat, so wiederholten nun Moonbooter und Wellenfeld mit einem gut besuchten Gig, den Vorjahres-Erfolg. Dabei griffen beide Acts auf neue Produktionen zurück, die zum gleichen Zeitpunkt ihren Release vermelden konnten. Moonbooters "Zeitenwende", ebenso wie Wellenfelds "Pandemie" werden in Kürze auch als Rezension nochmal in Empulsiv beleuchtet.
Den Anfang um 19.30 machte Bernd Scholl mit diversen Tracks von eben o. g. Album und man merkte "als Kenner Moonbootscher Notationen" recht schnell, dass die Begrifflichkeit der Zeitenwende etwas mit der neuen Ausrichtung zu tun haben würde, die Scholl seiner Musik einverleibte. Wie immer passten die Visuals und Sounds prima zueinander und das Münsteraner Publikum genoss die geglückte Synergie.
Nach einer halbstündige Pause überraschte auch Wellenfeld mit neuer "Spiel- und Soundtaktik" indem einige Stücke sehr Scorelastig und Orchestral angelegt waren. Eine positives Element, dass auch den zweiten Teil sehen- und hörenswert machte. Die positive Resonanz, die intensiven Aktivitäten seitens Mellowjet und die sinnvolle Kombination von elektronischer Live-Musik und Live-Bildern scheinen auch zukünftig auf weitere Konzerte unter der Münsteraner Kuppel hoffen zu lassen. Geplant sind 2 Veranstaltungen im Jahr, die das Eifeler Label organisieren wird.
Stefan Erbe
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Reportage
Raum und Zeit…! Raum – die schon unter Kennern und Liebhabern der elektronischen Musik längst zu einem zweiten Zuhause gewordene Kuppel des Planetariums. Zeit – zu genießen und zu entspannen, und in einer unvergleichlichen Atmosphäre dem Alltag entfliehen.
Wieder einmal ein vielversprechendes Konzert im Planetarium Bochum. Dieses Mal mit „Art of Infinity“ und „Gandalf“. Und wieder einmal dieses Gefühl, mittendrin zu sein – in Raum und Zeit. Aber dieses Konzert am 03.11. 2012 war etwas Besonderes.
Zwar schon lange Zeit fester Bestandteil der elektronischen Musikszene, doch noch nie live aufgetreten, hat „Art of Infinity“ mit ihrem Bühnendebüt das Konzert eröffnet und den Abend so zu einer großartigen Premiere werden lassen. Da ich die Band bis dato leider noch gar nicht gehört hatte (mea culpa…), war ich sehr gespannt auf diesen Auftritt. Gleichzeitig haben die sechs Musiker ihr neues Album „Raumwerk“ vorgestellt und so gleich für mehrere Neuheiten im altehrwürdigen Planetarium gesorgt. Man durfte also gespannt sein…!
Und was dann kam, hatte ich so nicht erwartet! Nachdem ich nach den ersten Takten noch dachte: Na, ja – irgendwie schon mal gehört, klingt wie… doch dann kam Schlag auf Schlag eine Überraschung nach der anderen! „T ´N´ T“ – Thorsten and Thorsten mit ihrer Band brachten es fertig, die verschiedensten Musikstile der letzten 30 Jahre in einer Art und Weise zu verknüpfen und zu kombinieren, dass man immer, wenn man glaubte, einen Stil zu erkennen, schon wieder etwas völlig neues und anderes kam.
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- Geschrieben von: Stefan Erbe
- Kategorie: Reportage

Traditionell lädt der Schallwende e.V und das Planetarium Bochum am 30.12. ins Bochumer Kuppelrund zum "Neujahrs-Begrüßungs-Event: Hello 2013". Wie auch in den Jahresenden zuvor, war auch diese Veranstaltung bis auf den letzten Platz gefüllt und bestätigt wieder einmal das große Besucherinteresse an dieser Reihe.
David Wright und Klaus Hoffmann-Hook waren die musikalischen Gastgeber, die aufgrund technischer Probleme erst mit einstündiger Verspätung anfangen konnten. Kurzentschlossen überbrückte das Plabo-Team mit einer Sonder-Einlage der beeindruckenden "Chaos and Order-Show" und ergänzte den Abend mit einem hochwertigen und einmaligen Vorprogramm.