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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Viele erinnern sich sicher noch an die "Cosmic Nights" Konzerte in Belgien. Die 'kosmische Richtung' der elektronischen Musik wurde hier so konsequent gepflegt wie kaum sonst irgendwo, und die dafür gewählte Location war in jedem Jahr eine andere: Mal die Maschinenhalle einer ehemaligen Kohlemine, mal eine frühere Abtei, mal das Planetarium Brüssel. Stets unterstrich die von der Räumlichkeit ausgehende Atmosphäre das kosmische Element. Geistiger Vater und Haupt-Organisator dieser Festival-Reihe war Mark de Wit, der als "RHEA" auftritt und auf "Cosmic Nights" selber für das eine oder andere Highlight gesorgt hat.

2019 markierte das Ende dieser Festival-Reihe. In einer ehemaligen Abtei in Gent versammelte Mark noch einmal seine musikalischen Mitstreiter und verabschiedete sich aus dem 'Veranstalter-Leben'. Die Gründe waren nachvollziehbar: Man wird nicht jünger, und irgendwann kommt der Punkt, an dem man die verbliebenen Kräfte konzentrieren muss. Auftritte als "RHEA" gehörten nach der Corona-Zwangspause wieder dazu: Erst im Herbst des vorletzten Jahres war er bei der "belgischen Nacht" in Rugeley dabei, und hatte keine Mühe gescheut, ein beeindruckendes Setup alter und neuer Synthesizer in den Lea Hall Pavillon zu schaffen. Ein solcher Aufwand ist wichtig für Mark, um seine Musik authentisch - und größtenteils analog - aufzuführen.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Es ist mittlerweile eine abgedroschene Phrase, aber es stimmt nun einmal: wir leben in bewegten Zeiten, wo vieles in Frage steht, das bisher als sicher und selbstverständlich galt. Umso wertvoller werden die Dinge, auf die man sich verlassen kann und die einen Eckpfeiler im Kalender darstellen. Für dem EM-Fan sind E-Day und E-Live mit Sicherheit solche Eckpfeiler. Ron Boots und sein Team rund um das Groove-Label organisieren sie länger, als ich in der 'Szene' aktiv bin, und das sind mittlerweile auch schon fast zwei Jahrzehnte. Standort ist mittlerweile auch wieder der Saal in Oirschot, der seit 2023 unter dem Namen "De Stoelendans" firmiert. - Manche sprechen aber auch immer noch aus alter Gewohnheit von "De Enck".

Ron selber ist dieser Ort ebenfalls ans Herz gewachsen. Als er im vergangen Herbst seine Umzugs-Pläne Richtung Belgien bekannt gab, kam natürlich die Frage auf, ob er sich für E-Day und E-Live ebenfalls eine neue Location suchen würde, der näher an seinem neuen Wohnort liegt. Aber das stand für Ron nie zur Debatte: E-Day und E-Live bleiben in Oirschot!
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
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Der EM-Veranstaltungskalender in diesem Januar und Februar ist fast ebenso trübe anzusehen wie das Wetter dieser Monate: Gähnende oder Beinahe-Leere kennzeichnen die beiden Monate. Für Anfang Februar stach aber ein kleines (High-)Light heraus: Bernhard Wöstheinrich und Volker Lankow, die zusammen zum Beispiel auch schon auf der Schallwelle gespielt haben, würden sich auf den Weg von Berlin ins westfälische Warendorf machen. Der originelle Name der dortigen Location: "Zwischenraum - Ort des glücklichen Zufalls".

Meine erste Assoziation bei diesem Namen war der Film "Being John Malkovich". In dem lässt ein geiziger Arbeitgeber seine Angestellten in einem halbhohen Zwischengeschoss arbeiten, um an der Miete zu sparen. Ob im "Zwischenraum" von Musikern und Publikum ähnliche Verrenkungen gefordert sein werden? Es gab einen Weg, das heraus zu finden, und der führt mich heute nach Warendorf, trotz winterlichen Wetters und zirka zweieinhalb Stunden Fahrt.
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr gastiert der Electronic Circus zum zweiten Mal in der Lemgoer Johanniskirche. Erfahrung ist also auf beiden Seiten vorhanden: Auf Seiten der Veranstalter, die die Location und deren Betreiber bereits kennen, und auf Seiten der Besucher, die im letzten Jahr bereits in Lemgo waren und die örtlichen Hotels kennen.

Unsere Wahl ist dieses Jahr zum Beispiel auf eine Unterkunft gefallen, die weniger High-Tech-Tücken bereit hält und von der aus man problemlos zu Fuß bis zur Johanniskirche kommt - auch wenn man zwei große Kisten CDs für einen eigenen Stand hinter sich herzieht. Ein kleiner Hinweis für diejenigen, die ähnliches im kommenden Jahr vorhaben: Die Lemgoer Innenstadt ist zu großen Teilen mit Kopfsteinpflaster versehen, ein für einen Gepäck-Trolley eher suboptimaler Untergrund...
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- Geschrieben von: Alfred Arnold
- Kategorie: Reportage
Der Weihnachtsbaum wird noch in dem meisten Wohnzimmern stehen, wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt und an vielen Orten eine Bilanz der letzten zwölf Monate gezogen wird. Der Schallwende-Verein hingegen blickt zu dieser Zeit traditionell schon aufs nächste Jahr: Das letzte Veranstaltung des Vereins im Jahr trägt die Zahl des kommenden Jahres im Namen, und es wird mit einem "Hello" begrüßt.

Man könnte denken, Familie, Freunde und private Feste würden zwischen den Feiertagen so viel Zeit binden, dass gar keine Zeit wäre, auch noch ein EM-Konzert zu besuchen. "Hello" lehrt aber seit vielen Jahren etwas anderes, und das liegt sicher auch mit daran, dass der Termin am 30. Dezember im Planetarium Bochum seit vielen Jahren etabliert ist - er ist fest eingeplant, und man trifft sich quasi hier noch einmal mit dem Rest der "EM-Familie".